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Heinz Breloh (1940-2001)   Lebensgröße   1994




Maße: etwa 201 (H) x 152 (B) x 159 (T) cm



Anlässlich der Vernissage zur (Wieder-) Aufstellung der "Lebensgröße" auf der Skulpturenwiese Moltkeplatz hat Prof. Dr. Manfred Schneckenburger am 13. März 2016 eine Einführung in das Werk von Heinz Breloh und insbesondere dessen "Lebensgrößen" gegeben. Für den Text klicken Sie hier. 


In dem Buch „Skulptur als Körperspur - Heinz Breloh“ aus 2008 schreibt Prof. Dr. Manfred Schneckenburger  zum Entstehen der "Lebensgröße"-Skulpturen von Heinz Breloh:

„In einer festgelegten Choreografie umschreitet, umtanzt der Künstler die weiche Gipsmasse. Er wirft sich mit dem ganzen Körper - Beinen, Hüften, Brust, Rücken, Kopf - dagegen, umfängt den Klotz mit den Armen, durchstößt ihn mit Knien und Beinen, fährt mit dem Kopf hin und her und schleift so einen waagerechten oberen Abschluss aus. Er presst, dreht, windet sich nach einem genau bemessenen Programm an, in und gegen den Block, durchpflügt den Gips nach innen, ertastet und umspannt ihn von außen. Er zieht seine Körperbahn, bis das Material hart und widerständig geworden ist. Die fertige Skulptur hält die Körperform als negatives Volumen fest. Sie ist (im klassischen Sinn von Erinnerung) ein Monument der Körperspur.“ (Manfred Schneckenburger: Körperhandlungen wider die Apparatenwelt, in: „Skulptur als Körperspur - Heinz Breloh“, p. 17; erschienen anlässlich der Ausstellungsreihe „Heinz Breloh - Skulptur als Körperspur“ in Bayreuth / Neumünster / Magdeburg / Hilden / Hasselbach 2008-2009. 112 pp. Mit Vorwort, fünf Beiträgen und 95 Bildern. Grafisches Centrum Cuno, Calbe (Saale), 2008; ISBN 3930030926).


Heinz Breloh schreibt zu seiner Theorie zur "Skulptur als Prozeß": 

"Die Bewegung in der weichen Materie schafft Schatten, Abdrücke, Formen, Wesen der Lust. Im Traum. Das Leben, das Tun ist der schmerzhafte Prozeß ohne Leichtigkeit. Man klammert sich an die Materie, um im Einswerden mit ihr nicht endlos zu stürzen." 

Heinz Breloh, Januar 1988; zitiert in:
Heinz Breloh der Sechsender - der Sechsender Heinz Breloh; ein Foto-Essay von Steffen Missmahl; 32 pp.; Salon Verlag & Edition Köln 2002 ISBN 3-89770-158-8 (vergriffen)


Weitere "Lebensgrößen" finden sich u.a. in

Hilden, Bahnhofsvorplatz (siehe Zeitungsartikel unten),

Neumünster, Skulpturenpark der Gerisch-Stiftung (Künstler > Heinz Breloh); Bild auch hier

Wismar, vor der St. Nikolai-Kirche, siehe hier; Bild hier (Foto: Dr. Vollrath),

Magdeburg und Braunschweig, siehe Beitrag in Wikipedia.


Artikel in der Westdeutschen Zeitung vom 12. Mai 2010 zur Aufstellung einer "Lebensgröße" auf dem Bahnhofsvorplatz in Hilden.


Heinz Breloh in Wikipedia





am 13. März 2016 fand anlässlich der Wiederaufstellung eine Vernissage statt, zu der KaM e.V. eingeladen hat. Mehr dazu hier.



am 20. Februar 2016 wurde die "Lebensgröße" nach temporärer Abwesenheit wieder auf der Skulpturenwiese Moltkeplatz aufgestellt.


"Lebensgröße" von Heinz Breloh auf dem Moltkeplatz   Bild 20. Februar 2016

KaM e.V. dankt der Erbengemeinschaft Breloh und allen anderen Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, die (Wieder-) Aufstellung der mannshohen Plastik auf dem Moltkeplatz zu ermöglichen und damit das Werk für die Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Essen zu erhalten.

Anläßlich der Wiederaufstellung lädt KaM e.V. herzlich ein zu einer Vernissage am Sonntag, 13. März 2016 um 15 Uhr. Mehr dazu hier.